Diese Praxisforschungsgruppe widmet sich der Zielgruppe der geflüchteten Frauen, die in der Forschung bislang vollkommen unterrepräsentiert blieb (Farrokhzad 2017). Das aktuelle Medienbild „der geflüchteten Frau“ wird derzeit von der diskursiven Figur einer durch patriarchale Verhältnisse unterdrückten, passiven, bildungs- und arbeitsmarktfernen Migrantin dominiert.

 

Wie jedoch gestalten sich die tatsächliche Lebenssituationen dieser Frauen, ihre konkrete Alltagssituation, welche Zukunftspläne sind vorhanden, wer und was hat diesen Frauen beim Zugang zu Bildung und Arbeitsmarkt besonders geholfen, wie ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und abschließend: Welche geschlechterspezifisch relevanten Themen tauchen auf? Ein geeignetes Untersuchungsinstrument bietet hier der Capability Ansatz, der es ermöglicht, die Verwirklichungschancen auf Basis der individuell vorhanden Ressourcen zu ermitteln.

 

Die Studierenden werden die Basis-, Planungs-, Durchführungs- und Auswertungsphase nach den Grundprinzipien der qualitativen Sozialforschung (Einzelfallbezogenheit, Alltagsnähe, ForscherIn-Gegenstands-Interaktion, Deskription/Interpretation, Offenheit) idealtypisch durchlaufen.