Ausgehend von der Idee eines Mobilés – einer kinetischen Skulptur, die durch Impulse in Schwingung gerät und dabei eine immer neue Balance findet – wird Dynamik, Interaktion und künstlerische Gestaltung erforscht. Die Interferenz aus Bewegung und Klang wirkt nicht nur auf die Sinne, sondern eröffnet im Improvisieren und in der Begegnung mit unterschiedlichen Kunstformen auch neue Perspektiven darauf, wie individuelle und kollektive Prozesse gestaltet werden können. Im Zuge der künstlerischen Erprobung werden gezielte Impulse aus Tanz, Musik und anderen Medien gegeben, die sich in einer Performance oder Installation manifestieren. Die Offenheit für interdisziplinäres Arbeiten ist dabei nicht nur gewünscht, sondern wesentlicher Bestandteil des offenen Charakters der Projektmethode.
Im Indoor-Projekt wird die Methode sowohl praktisch als auch theoretisch vermittelt. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der eigenen künstlerisch-ästhetischen Erfahrung, sondern auch auf der Reflexion über die didaktische und organisatorische Gestaltung kreativer Prozesse. Die Teilnehmenden gestalten den Verlauf des Projekts sowie die Entwicklung von Schwerpunkten in einer partizipativen, kollaborativen Weise. Wir arbeiten gleichermaßen prozess- und produktorientiert, wobei die Projektgruppe aktiv die Entwicklung und Zielführung des kreativen Prozesses organisiert.
Am Ende des Seminars wird eine Präsentation der eigenständigen sowie gemeinsamen Arbeiten erwartet, die wie ein Mobilé in ständiger Bewegung bleiben und stets auf der Suche nach ihrer Balance sind.
- Lehrperson: Mirco Wessolly